XLT – Gottesdienst der tief berührt

Persönliches Gebet und ruhige Musik beim XLT sind eine Wohltat für die Seele – Immer am ersten Freitag im Monat

Ein sehr guter Artikel in der Super Sonntag – VON PETER KÜPPERS

Es ist mehr als „Chillen mit Gott“. Es ist Entspannung und Wellness für die Seele. Und für viele Besucher geht es noch viel mehr in die Tiefe. „Wer es schafft, sich darauf einzulassen, vom Alltag loszulassen und sich der Ruhe und der Musik hinzugeben, wird in die Tiefe geführt und verzaubert“, schildert Pastor Roland Bohnen. An jedem ersten Freitag im Monat um 20 Uhr verwandelt sich die St. Hubertus-Kirche in Süsterseel in einen stimmungsvollen Ort, der im Kerzenschein eine ganz besondere Atmos-phäre versprüht.

„Manchmal erleben wir, dass Leute, die zu uns kommen und eigentlich nichts mit Kirche zu tun haben, anfangen zu weinen, weil sie von der Ruhe, der ruhigen Musik und den sehr persönlichen Gebeten, die sie berühren, ergriffen sind“, sagt Thomas Koffe-rath. „Auch wer länger nicht zur Kirche gegangen ist, fühlt sich bei uns wohl. Wir erleben durchweg eine positive Resonanz.“ Thomas Kofferath trifft nicht nur die Auswahl der Impuls-Geber, er bespricht mit der Band auch den Liedplan für jedes XLT. Die Life Teen-Band sei eine reine Kirchenband, die sich in den vergangenen Jahren weiter entwickelt habe und aus sechs bis sieben erfahrenen Musikern besteht. Auch Fritz Stelten, der zum Organisationsteam gehört und die Moderation übernimmt, wenn Pastor Bohnen nicht dabei ist, genießt die XLT-Gottesdienste: „Man kommt gestresst aus dem Alltag hin, lässt seine Sorgen los und fährt ruhiger und freudiger wieder nach Hause.“ XLT-Gottesdienste seien immer wieder besondere Erlebnisse und man lerne immer neue Menschen kennen, die aus dem ganzen Kreis Heinsberg und auch von weit darüber hinaus den Weg nach Süsterseel finden.

Bischof Helmut Dieser habe einmal gesagt: „Wir müssen den Menschen Orte anbieten, wo sie beten lernen können.“ Pastor Roland Bohnen, der vor 13 Jahren das XLT aus Amerika mitgebracht hat, bietet mit seinem Team in Süsterseel einen solchen Ort an, wo man zur Ruhe und Jesus im Gebet näher kommen könne. XLT sei dabei alles andere als das monotone, lang dauernde Wiederholen bekannter Gebete. Nach einer Phase der Einstimmung erleben die XLT-Besucher ein persönliches Glaubens-Zeugnis als Impuls. Der Impuls-Geber erzählt aus seinem Leben, was er mit Gott erlebt hat, dies sei häufig zurück zu führen auf den Umgang mit einer Krankheit, mit Verlust und Trauer oder auch mit einem Moment, in dem man die Ansprache Gottes gespürt habe, so Pastor Bohnen. Der Impuls führt die Zuhörer zum Gebet. Diese Anbetung im Kerzenlicht bei angestrahlter Monstranz und ruhiger Musik sei eine Einladung, sich fallen zu lassen, still zu werden, zu beten und darüber nachzudenken, was einen bewegt. Viele haben den Wunsch, für ein persönliches Anliegen eine Kerze anzuzünden. „Als Priester bin ich da für Gespräche“, so Roland Bohnen. Teilweise seien sogar mehrere Priester dabei. Mit einem schönen Gesang zum Abschluss und dem Schlusssegen gegen 21.40 Uhr sei für viele Besucher das XLT noch nicht zu Ende. „Deshalb haben wir auf einen ruhigen Abschluss umgestellt. Wir wollten allen entgegen kommen, die noch weiterbeten möchten“, erklärt Pastor Bohnen. Auch die Band spiele noch und eine Nachtanbetung in mehreren Schichten habe dazu geführt, dass das Gebet bis in den Samstagnachmittag hinein fortgeführt wird. XLT-Besucher hätten aber auch die Gelegenheit zur Begegnung ab 22 Uhr im benachbarten Hubertusheim.

Thomas Kofferath und Pastor Roland Bohnen mit einem Plakat von XLT